Vorbild Bettina Wulff

Nach ihrer Trunkenheitsfahrt wurde verschiedentlich gesagt, Bettina Wulff hätte als in der Öffentlichkeit stehende Person doch eine Vorbildwirkung gegenüber Kindern. Ich weiß ja nicht – will ich wirklich, dass sich mein Kinder überhaupt die Ex-Gattinnen von Ex-Bundespräsidenten zum Vorbild nehmen?

Wobei ich gerade auf Wikipedia sehe, dass sie gar nicht seine Ex-Gattin ist. Die hatten sich nur mal getrennt, dann aber wieder zusammengefunden und sogar noch einmal geheiratet. So kommt’s eben, wenn man mit dem Lesen von Frauenzeitschriften im Rückstand ist.

TV-Duell Söder/Hartmann

Markus Söder und Ludwig Hartmann werden sich im Bayerischen Fernsehen zur Landtagswahl duellieren.

Das ist natürlich ein ganz geschickter Schachzug, wenn die CDU Bayern (auch „CSU“ genannt) ausgerechnet gegen die Grünen antreten soll. Denn damit wird dem derzeit möglicherweise wankenden CSU-Wähler klar gesagt: „Wähle Merkels bayerischen Ableger, dann bleibt alles, wie es ist. Sonst kommen die Grünen ans Ruder!“

Dass kaum ein CSU-Sympathisant die Grünen wählt, zumal nicht die in den letzten Jahren ganz besonders radikalisierten bayerischen Grünen, dürfte auf der Hand liegen.

Schädlinge

Der diesjährige Julius-Streicher-Pokal geht an die Heute Show. Deren Bezeichnung des Verfassungsschutzpräsidenten Maaßen als Schädling ist sprachlich wirklich erste Sahne, man mag fast sagen: Feine Sahne.

Wir sind mehr!

Der neue Schlachtruf ist „Wir sind mehr!“. Nachdem es sich dabei um die Abgrenzung zu Rechtsradikalen handelt, muss man natürlich zunächst einmal sagen „Gott sei Dank!“. Denn wenn Rassisten oder gar Neonazis die gesellschaftliche Mehrheit stellen würden, dann wäre das natürlich fatal.

Bemerkenswert ist dieser Ausspruch aber trotzdem. Ist es ein Qualitätsmerkmal, die Mehrheit zu stellen? Es ist das Wesen wohl jeder Diktatur, dass sie die Mehrheit auf ihrer Seite hat. Natürlich nur, bis sie gestürzt wird – danach war jeder schon immer dagegen.

Außerdem ist die Politik doch eher bemüht, die Rechte von Minderheiten zu schützen. Ich nehme stark an, dass es viele Wirsindmehr-Unterstützer leicht befremdlich fänden, wenn man plötzlich sagen würde: „Hallo, liebe Flüchtlinge, nett, dass ihr da seid. Aber um eines klarzustellen – wir sind mehr!“

Autoritäre Grüne

Wir Grüne haben da eine ganz klar Haltung: Mit uns kann man immer über ökologische und gerechte Politik reden, über anti-europäische und autoritäre Politik aber nicht.

So zitiert das ARD-Morgenmagazin Katharina Schulze, die derzeit irgendeinen Posten bei der bayerischen Grünen innehat. Auf dem dort verwendeten Bild grinst sie noch diabolischer als sonst. Erfolg macht wohl doch sexy.

Dass die Grünen nicht über autoritäre Politik reden wollen, ist klar. Autoritäre Politik gehört schließlich zum Markenkern der Ökobolschewisten – das würden sie nie in Frage stellen.

Klingbeil zu Demokratiefeinden

„Lars Klingbeil mit klarer Forderung an die CDU: Jede demokratische Partei muss sich deutlich von Rechtspopulisten und Demokratiefeinden abgrenzen.“

Die CDU solle daher eine Koalition mit der AfD unbedingt ausschließen. Eine sehr berechtigte Forderung. Die SPD würde ja auch niemals mit der Linken koalieren.