Stau in Kiefersfelden

Bei der Einreise von Österreich nach Bayern steht man derzeit gut und gerne eine Stunde. Grund dafür sind die Grenzkontrollen, unter anderem in Kiefersfelden.

Wobei die Bezeichnung „Kontrolle“ irreführend ist, denn das klingt so als würde dort eine Kontrolle stattfinden. Stattdessen wird einfach nur der Verkehr heruntergebremst und anschließend jedes Auto einzeln von freundlichen Beamten durchgewunken.

Wahrscheinlich wurde dort noch kein einziger Syrer bei der illegalen Einreise erwischt. Aber jeder Bayer, der hier schon einmal aus dem Urlaub aus Südeuropa zurückgekehrt ist, also jeder Bayer, hat nun das Gefühl, dass hier echt etwas gemacht wird. Der CSU sei Lob und Preis.

Vielleicht kein Stau mit Migrationshintergrund, aber einer mit Wahlkampfhintergrund.

Zweisprachigkeit

Wer sich bei der Rückfahrt aus der Adria-Badewanne, an der das Bild des deutschen Urlaubers schönerweise von Baden-Württembergern, Österreichern und Bayern geprägt ist, schon mal gefragt hat, warum die Ortsschilder mehrsprachig sind, dem liefert dieses Recherche- und Bildungsblog die folgende Antwort:

Das ist Friaulisch. Neben dem Italienischen ist diese Sprache (auch als Furlanisch oder Friulanisch bekannt) eine anerkannte Regionalsprache.

Darum steht auf den Schildern „Bibione/Bibion“, „Latisana/Tisane“, „Tagliamento/Tiliment“ usw.

Übrigens habe diese Orte auch oft noch deutsche Namen. So nannte man Udine bspw. „Weiden in Friaul“. Vielleicht ist es besser, dass das nicht auf den Schildern steht.