Europäische Freiheit

Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm will eine Art öffentlich-rechtliche Konkurrenz zu Google, Facebook und Youtube. Die Begründung dafür ist bemerkenswert: Das sei notwendig, weil amerikanische Angebote nicht den europäischen Freiheitsgedanken transportieren würde.

Aber es stimmt natürlich. Der traditionelle europäische Gedanke, dass Freiheit etwas Gefährliches ist, ist in den USA (noch) wenig bekannt.

Golf

Jetzt wurde Donald Trump kritisiert, weil er während John McCains Beerdigung beim Golfspielen war.

Trump war zu dieser Beerdigung explizit nicht eingeladen. Er und McCain waren seit Jahren nicht nur politische Gegner, sondern richtiggehende persönliche Feinde. Feinde im Sinne von Parteifreunde.

Der US-Vizepräsident waren stattdessen auf der Beerdigung, ebenso mehrere Mitglieder der Trump-Familie und zahllose Repräsentanten der Regierung. Man kann also nicht sagen, dass McCain nicht die ihm zustehende Ehre zu teil wurde.

Trotzdem kritisiert man Trump – ja, wofür eigentlich? Hätte er, obwohl persona non grata, einfach kommen sollen? Das hätte einen Sturm der Entrüstung gegeben. Dass er just dann zum Golfspielen gefahren ist, ist nun wirklich sein gutes Recht. Hätte er die moralische Verpflichtung gehabt, stattdessen trauernd im Oval Office zu sitzen?

Die Feststellung, Trump sei während der Beerdigung beim Golfen gewesen, soll wohl ein wenig implizieren, er habe zwischen den Grabsteinen den Schläger geschwungen. Tatsächlich haben diese Dinge soviel miteinander zu tun als würde man schreiben „Angela Merkel bindet sich während nordkoreanischem Atomtest die Schuhe zu“.

Irgendwann wird es lächerlich, sich über jede Bewegung Trumps zu mokieren.