Grüne, an die Fleischtöpfe!

Hochrangige Grüne sind empört, dass sie nach den bayerischen Landtagswahlen nicht der bevorzugte Koalitionspartner der CSU sind. Nun haben ja die Grünen die CSU mehrfach auf Landes- wie auf Bundesebene als nicht koalitionsfähig bezeichnet. Insoweit kann das einzige Argument, sich nun zu beschweren, das Verlangen nach Regierungsposten sein.

Aber auch das Streben an die Fleischtöpfe der Macht ist natürlich legitim. Solange es vegane Fleischtöpfe sind.

Bavaria One

Bayern ist ein Wirtschafts- und Wissenschaftsstaat. Das weiß jeder Bayer. In allen künftigen Technologien, die natürlich immer mehr international entwickelt werden, werden bayerische Unternehmen eine große Rolle spielen. Ob das die Deutschen, die nicht einmal einen Flughafen zuende bringen können und für die Windräder schon das Nunplusultra der Hochtechnologie sind, auch so sehen, interessiert niemanden.

Aber dieses Logo? Warum denn, bitte, dieses Logo!?

Linke: Ertränken

Bevor sie mit Markus Söder regieren, wollen sich die Linken in der Isar ertränken. Das verspricht jedenfalls die bayerische Sektion der KPdSU auf Facebook.

Die Frage ist nur, wie dieser Satz nun zu verstehen ist.

Wahrscheinlich meinen sie, dass sie sich lieber ertränken als mit der CDU Bayern zu koalieren. Ich kann es mir aber auch schwer vorstellen, wie Söder die Genossen mit der Mistgabel im Rücken auf die Regierungsbank zwingt und sich diese lieber für den Freitod von der Maximiliansbrücke entscheiden. Nachdem mittlerweile Stalin die AfD wählen würde, ist das vielleicht doch nicht so unwahrscheinlich.

Vielleicht hat das „bevor“ auch zeitlichen Charakter: Erst ertränken wir uns, dann regieren wir. Böse Zungen behaupten, dass wir ohnehin schon viele hirntote Politiker haben, da wären echte Tote mal etwas Neues. So neu aber auch nicht, denn in Nordkorea – aber das muss man den Linken sicher nicht erst sagen – ist ja Kim Il-sung 25 Jahre nach seinem Tod immer noch ewiger Präsident.

Grüne Stimmkreise

Die Grünen könnten bei der Landtagswahl mehrere Stimmkreise in Bayern gewinnen, vor allem in München. Das sagen derzeit einige Prognosen, auf die sich z.B. der Münchner Merkur stützt.

Ein Facebook-Bekannter von mir, seines Zeichens SPD-Enthusiast, hat sich darüber sehr gefreut. „Die #CSU hat sich in #Bayern sehr unbeliebt gemacht“, hashtagte er.

Dass ein Stimmkreis „grün wird“, bedeutet, dass es eine Chance dafür gibt, dass der Stimmkreiskandidat auf dem Wahlvorschlag der Grünen die meisten Erststimmen unter allen Bewerbern auf sich vereinigen kann, insbesondere mehr Stimmen als der CSU-Kandidat. So weit, so einfach. Aber wie kann eine solche Konstellation zustande kommen?

Zunächst einmal bedeutet es, dass die CSU deutlich Stimmen verliert. Das dürfte in erster Linie dadurch geschehen, dass der bayerische CDU-Landesverband zahlreiche Stimmen an die AfD abgeben muss. Die Umfragewerte sprechen insoweit eine deutliche Sprache.

Zudem müssen aber auch die Grünen Stimmen hinzu gewinnen, damit sie die CSU auch tatsächlich in diesen Stimmkreisen überholen können. Dass ihnen das gelingt, dürfte vor allem an der Marginalisierung der SPD liegen. Im Wettlauf der Rotgrünen nach links liegen die Grünen derzeit weit vorne. Sie ziehen die Stimmen des linken Lagers auf sich, sodass sie – was bei einer relativen Mehrheitswahl zählt – auch als Einzelpartei auf respektable Werte kommen.

CSU-Mandate sind also in Gefahr, weil die SPD verliert und AfD und Grüne gewinnen. Wenn man sich als SPD-ler darüber freuen mag, bitte. Die eigenen Ansprüche sind wohl schon sehr niedrig.